Aller Anfang ist... 



Im Januar 1998 suchte der bis dahin zehnköpfige A-cappella-Chor des MGV Gaschari Nachwuchs. Die Chorleitung sollte Albert Göken haben, der auch Leiter des MGV ist.

Der freischaffende Chorleiter, Klavierhändler und Musikpädagoge, der Musik in Berlin studierte, gründete mehrere Ensembles. Er war auf Konzertreisen in Europa, USA und Lateinamerika und leitete zahlreiche Uraufführungen.

Der erste Probenabend fand am 14.01.1998 statt. Es hatten sich 18 Musikbegeisterte im Hotel Grimmelt eingefunden. Das Interesse an Gospels und Spirituals, die in diesem gemischten Gospelchor gesungen werden sollten, war so groß, dass die Anzahl der Sänger und Sängerinnen bis April auf ca. 50 hoch´schnellte. Für die Mitgliedschaft des Gospelchores sind keine Notenkenntnisse erforderlich. Vielmehr geht es um die Freude am Gesang und dem Vereinsleben. Am 25. und 26. April hatten die Sängerinnen beim ersten Gesangswochenende Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen. Etwa 50 Personen nahmen im Pfarrheim St. Pankratius daran teil. Darunter auch Mitglieder der Gospelchöre aus Wickede und Ahaus. Durch intensive Gesangs- und Atemübungen kombiniert mit Einzel-Stimmbildung wurden neue Gesangstechniken und Lieder einstudiert. Diese wurden dann am Abend in der St.-Marien-Kirche in Gescher vorgetragen. Anschließend wurde in geselliger Runde der erste kleine Erfolg gefeiert.

Es folgten weitere Auftritte in Gescher, Wickede und Ahaus so sang der Chor z. B. beim Gemeinschaftskonzert des Gascharichors und einer Veranstaltung des Artefact Gescher. Des Weiteren waren Gospelklänge auf dem Musical-Konzert in Ahaus zu hören. Dadurch wurde der Chor in der Umgebung immer bekannter, so dass sich auch auswärtige Sänger und Sängerinnen, z.B. aus Stadtlohn, dem Gescheraner Chor anschlossen.

Viel Spaß haben die Mitglieder auch außerhalb der Proben. So findet jedes Jahr eine Pättkestour mit anschließen dem Grillen statt. Diese wird vom Festausschuss organisiert. Anfang Januar 1999 besuchten einige Chormitglieder gemeinsam das Konzert der Harlem Gospel Singers in Münster.

Wer nach der Probe noch Lust und Zeit hat bleibt noch, um in gemütlicher Runde vor dem Kamin bei Grimmelt zu klönen.

Zur Jahresversammlung im Januar 1999 konnte der Vorstand eine überaus positive Bilanz ziehen. Die Mitgliederzahl war auf über 60 gestiegen. Der Verein, der über den MGV Gaschari beim Sängerbund angemeldet ist, verwaltet sich selbst und steht wirtschaftlich auf eigenen Beinen. Auch die erste große Hürde, das erste eigene Konzert des Gospelchors, war mit Bravour genommen worden.

Es war schließlich an der Zeit, dem Gospelchor einen eigenen Namen zu geben. Es gab einige Ideen, dann eine längere Denkpause, bis der Vorstand im September den Chor „Spirit Voices Gescher“ taufte.

Hart geprobt hatte derweil Chorleiter Albert Göken mit seinen Sänger- und Sänge rinnen für ein neues Konzert- Programm. Wieder sollte es eine Mischung aus bekannten und weniger oft gehörten Gospels und Spirituals sein. Nachdem die drei Chöre bei ihren Auftritten in Wickede und Ahaus überzeugten, war es am 13. November in Gescher soweit: Das Publikum erlebte mitreißende Gospelklänge beim zweiten Konzert der „Spirit Voices“. In der wunderschönen Atmosphäre der Kapelle von Haus Hall, die wegen ihrer Akustik beim Chor zum beliebten Auftrittsort geworden ist, boten über 50 Sänger und Sängerinnen ein hörenswertes Programm.

Einen Riesenerfolg hatte der Berliner Saxophonist Friedemann Graef, der auch für das zweite Konzert gewonnen werden konnte.

Gospelchor Gescher e.V.    info@spirit-voices-gescher.de